
Wohnen im Baakenhafen Hamburg – Nachbarschaft in der Baugemeinschaft „HeimatMole“
Anlegen. Ankommen. Bleiben

„„In unseren Entwürfen flirtet das Alltägliche mit dem Speziellen. zillerplus macht sich auf die Suche nach den bestehenden, oft aus pragmatischen und funktionalen Gründen und am Ort entwickelten gewachsenen Strukturen. Aus der Faszination für das Vernakuläre ziehen wir unsere Inspiration. Die entstehenden Lösungen sind oft pragmatisch, gelegentlich radikal, so selbstverständlich wie möglich und so innovativ wie nötig.“”

Michael Ziller, zillerplus Architekten und Stadtplaner GmbH
Die Baugemeinschaft definierte drei Leitmotive, die als übergeordnete Ziele dienen, zugleich aber auch in gebauten Raum umgesetzt werden sollten: „Anlegen. Ankommen. Bleiben.“ Eine besondere Rolle für die Architekten spielte das Leitmotiv „Ankommen“. Denn für die Baugemeinschaft bedeutet dies, „offen für jedermann zu sein und passenden Raum für fast jedes Lebensmodell zu schaffen. Das heißt auch, die synergetische Co-Existenz von Arbeit und Leben, Komfort und Energieeffizienz, Familien- und Individualhaushalten sowie Jung und Alt in einem einzigen Wohnquartier zu fördern.“ Die architektonische Übersetzung dieses Leitmotivs mündete in einem achtgeschossigen Wohnhaus, in dem pro Etage zwei zwischen 100 und 110 Quadratmeter große Wohnungen untergebracht sind. Gemeinsam genutzte Bereiche, wie etwa Wohnzimmer und Küche, befinden sich meist auf der Gartenseite, während privatere Rückzugsräume zum Warftplatz orientiert sind. Grundlage für die Grundrisskonfigurationen bilden stets die individuellen Wünsche der Bauherrenfamilien. Eine Besonderheit des Grundrisskonzepts sind die sogenannten Schalträume, die in jeder Etage am mittigen Aufzugskern liegen. Sollte der Raumbedarf einer Familie wachsen, können diese Räume mitgenutzt werden. Teils lassen sich die Flächen einzelnen Wohnungen zuschalten, teils sind sie als separate Einheiten mit eigenen Eingängen konzipiert. Mit einer leicht geknickten Fassade und vielen bodentiefen Fenstern erscheint der Neubau zum Warftplatz vergleichsweise zurückhaltend. Auf der Gartenseite hingegen prägen in expressivem, durchgängig versetztem Zickzack vor die Fassade gesetzte Balkone das Bild. Mit fassaden- und bodengebundenen Pflanzen bewachsen, öffnen sie sich gleichsam als grünes Zimmer zum gemeinsam genutzten Garten an der Norderelbe.

